Im Jahr 2005 reisten die Firmengründer erstmals nach Ecuador, um dort die notwendigen Formalitäten zur Gründung ihrer Exportfirma abzuwickeln. Die folgenden Besuche im Land gaben den Beteiligten einen ersten, wenn auch begrenzten, Eindruck von der sozialen Wirklichkeit Ecuadors, insbesondere von der Provinz Esmeraldas.
Die dort herrschenden Lebensverhältnisse und die große Armut vieler Menschen, darunter die Mehrzahl der Fischer und viele der Kakao anbauenden Kleinbauern, brachte die Firmengründer zu dem Entschluss, einen Teil der in Esmeraldas erwirtschafteten Gewinne in Form von Sozialprojekten an die dort ansässige Bevölkerung zurück zu geben. „Das Esmeraldas Projekt“ kommt diesem Wunsch zur Verbesserung der Lebensumstände der Geschäftspartner vor Ort nach.
Die Exporttätigkeit, die dort bisher in erster Linie auf den nordamerikanischen Markt zielte, soll auf den Europäischen Markt geleitet werden. Der dort zu erzielende Mehrwert über höhere Ankaufpreise hilft letztendlich direkt den kleinen Fischereien vor Ort. Dazu ist die Zusammenarbeit mit vielen Interessenvertretern nötig, und zwar mit der Dachorganisation der Fischereigenossenschaften von Esmeraldas, Gruppen von organisierten Zwischenhändlern, der Provinzregierung und anderen relevanten Gruppen.
Die Zielgruppen
Das Esmeraldas Projekt hat das Ziel, den folgenden Gruppen in der Region zu helfen:
- den kleinen
Fischereien
- der Provinzbevölkerung
Die Fischer
Entlang der
Küstenlinie der Provinz Esmeraldas sind die kleinen
Fischereien in Dörfern oder kleinen bis mittelgroßen
Ansiedlungen niedergelassen, die „caletas“ (Fischerdörfer)
genannt werden. Über deren Zahl gibt es keine
zuverlässigen Angaben, da sie sich die Bevölkerung
zeitweilig in der Landwirtschaft ihrer Küstendörfer
betätigen oder den Fischfang nur an den Flussmündungen
zur Selbstversorgung der Familiengruppe betreiben.
In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Fischerei in
Esmeraldas diversifiziert und stark ausgeweitet, da sie
ein Beschäftigungsbereich ist, der keine formelle
Ausbildung oder Vorbildung verlangt und durch das
informelle Gebaren für viele ausbildungslose Personen
zugänglich ist.
Die Gruppe der Fischer teilt sich in Bootseigner, von
denen manche bis zu 30 Boote besitzen, und den freien
Zuarbeitern, die nach variierenden Verteilungsschlüsseln
am Fang beteiligt werden.
Die Mehrzahl der Fischerdörfer verfügt nur über sehr
rudimentäre Infrastruktur. Das betrifft den allgemeinen
Lebensbereich ebenso wie den Arbeitsbereich.
Viele sind bislang weder an das Stromnetz angeschlossen,
noch haben sie aufbereitetes Wasser zur Verfügung.
Abwasserreinigung und geregelte Müllbeseitigung sind in
den Fischergemeinden ebenso wenig vorhanden wie in der
Provinzhauptstadt.
Bedingt durch das Fehlen von Betriebskapital und eigenen
Verkehrsmitteln sind die Fischer in der großen Mehrzahl
auf die Zusammenarbeit mit Zwischenhändlern angewiesen,
die häufig auch die einzigen verfügbaren Kreditgeber
sind. Finanzieren diese die Betriebskosten vor, können
sie im Gegenzug, besonders in abgelegenen Gemeinden, den
Preis für den Aufkauf diktieren und die Fischergruppe
manipulieren. Darüber hinaus versorgen sie oft die
Fischer auch noch mit Treibstoff und Eis, woraus sie
weitere Gewinne ziehen.
Für die Frauen der Fischer fehlen generell
Erwerbsmöglichkeiten. Eine Ausnahme bilden die Orte, die
saisonbedingt - mit ansteigender Tendenz - von Touristen
besucht werden.
Für die Zusammenarbeit mit dieser Gruppe bieten sich
daher Projekte an, die auf technologische Anpassung,
Verbesserung der Infrastruktur für die Fischerei und
auch für das Gemeinwesen abzielen. Fördermaßnahmen zur
Gleichbehandlung der Frauen und deren Zugang zu
Erwerbstätigkeiten in den Fischergemeinden können die
genannten Maßnahmen
wirkungsvoll ergänzen.
Für die Fischer und deren Familien gibt es eine Reihe
von Projekten, um deren berufliche Situation zu
verbessern. Diese sind die Ziele des Nazca
Institutes:
-
Fischereischulung
-
Projekte zur Verbesserung der Logistik und der Fischereitechnologie (Zugang zu Eis,Treibstoff, Erneuerung der Fanggeräte und Verbesserung des Produkthandlings)
-
Ausbildungsprojekte für die Frauen und Kinder der Fischer
-
Unterstützung des meeresbiologischen NAZCA Institutes
-
Projekt für die Zucht von Langusten im Freiwasser in Käfigen
-
Sicherheitsprojekt für die kleinen Fischereien (Schutz vor Piraterie, Seenothilfe)
Unser Fokus ist das Nazca Institutes zu unterstützen durch: - generieren von Finanzmittel durch unser Arbeit und Leistung
- Arbeitsplätze zu schaffen durch den Aufbau unser eigene Geschäftes in Esmeraldas
- Absatzmöglichkeiten durch den Vermarktung des Gebietes und dort produzierte Ware.
- Firmen unterstützen in die Vermarktung ihre Produkten ausserhalb Ecuadors.
- Investieren in die Aufbau von International tauglichen Geschäfte.
